In der "Geburtslotterie" wurde einst gezogen, dass ich (diesmal?) als Mensch auf die Welt kommen sollte und nicht etwa als Eintagsfliege, Reptil oder Flusspferd.
Auch auf meine genetischen Veranlagungen, etwa auf optische Gegebenheiten, aber auch auf mein Sternzeichen (sensibler "Krebs"), hatte ich keinen Einfluss.
Weiters kann ich nichts dafür, in welchem Land ich geboren wurde und in welches soziale Umfeld (Eltern, Großeltern,...) hinein.
Nebst der genetischen Veranlagung sind die ersten Lebensjahre bekanntlich überaus mitentscheidend dafür, welch' erwachsener Mensch man später einmal wird. Zum Beispiel, was das Selbstwertgefühl, Vertrauen oder Ängste, die uns am Boden halten, anlangt.
Die ersten Lebensjahre, das Umfeld, in dem wir aufwachsen, entscheiden somit das spätere Schicksal eines Menschen mit!
Eine misstrauische, selbstwertgeschädigte Person wird wohl eine andere Berufskarriere machen und andere Partnerschaften eingehen als eine heitere, vertrauensvoll-selbstsichere.
Mehr noch: Das, was in uns zum Beispiel aus der eigenen Kindheit in Sachen Liebe, Urvertrauen, Bedürfnis-Befriedigung, Trennungsängste, Gewalt etc. abgespeichert ist, könnte unsererseits wiederum an unsere Nachkommen weitergereicht werden. – Mehr oder weniger stark dosiert.
Allein deshalb ist es von immenser Bedeutung, innere Konflikte wie etwa etwaige Hemmnisse so früh wie möglich zu erkennen, aufzuarbeiten und diese, so gut es geht, aufzulösen. – Gegebenenfalls mit professioneller Unterstützung.
Ja, wir können uns zu einem großen Teil neu programmieren!
Ich persönlich hatte in der "Geburtslotterie" Glück. – Im Vergleich mit so manchem Königskind sogar großes.