Visionen

Meine "Vision", Stars kennenzulernen... 

Alles wird immer zweimal erschaffen: Zuerst im Geist und dann in der Realität.

Mittels positiver Bilder lässt sich der Geist beeinflussen.
Man denkt in Bildern.

Der Geist zieht an, was man im Leben gerne haben möchte. Fehlt im Leben etwas, fehlt wohl im Denken etwas. Denn ein Ziel, das man nicht sieht, kann man nur schwer treffen...

Stars kennenzulernen und sie zu interviewen, das war mein Berufstraum als Kind. 
Als Teenager begann ich damit, mir vorzustellen, wie das wäre. 

Damals hatte ich freilich noch keine Ahnung davon, dass man seine Ziele womöglich eher erreichen kann, wenn man sie visualisiert; also das Ergebnis bereits ganz klar vor sich sieht, noch ehe es eingetreten ist. 

Ich sah mich Seite an Seite mit Stars, schon lange bevor es tatsächlich so weit war… 

Frank Sinatra & Co. 

Eines meiner tollsten Erlebnisse bisher war ein Konzert der drei amerikanischen Show-Legenden Frank Sinatra, Sammy Davis jun. und Liza Minnelli, Ende der 1980er-Jahre in der Wiener Stadthalle. Dieses Kapitel ist in "Momente mit Promis" nachzulesen. 

Nachdem ich Frank Sinatra nach der Show in die Augen geschaut hatte, war mein Berufstraum "Star-Interviewer" kaum noch auszuhalten. 
Es ging soweit, dass ich sogar zu fantasieren begann… 

Sophie Marceau 

Als ich, 18jährig, meinen Militärdienst absolvierte, erzählte ich meinem Kameraden Roland voll Stolz alle Details von meinem Treffen mit der weltberühmten französischen Filmschauspielerin Sophie Marceau, das am Wochenende davor stattfand. 

In Sophie Marceau, der Hauptdarstellerin des Films "La Boum", war ich damals richtiggehend verknallt. – Aus der Ferne! 

Ich erzählte meinem Kameraden, dass sie in meiner Heimatstadt zu Besuch war. Da ich wusste, in welchem Hotel sie abstieg, fuhr ich, der glühende Fan, natürlich hin, um einen Blick auf sie zu werfen. 

Sie saß an der Hotel-Bar. Ich setzte mich neben sie. Da ich kurz davor im Schulfach Französisch maturiert hatte, konnte ich mit ihr sogar Französisch sprechen. Es war alles ganz, ganz toll, und Roland hörte mir auch gespannt zu. 

Ob er wusste, dass meine Sophie-Marceau-Geschichte frei erfunden war…? 

Bestimmt! 

Doch offenbar war sie wichtig dafür, dass sich mein Traum von Star-Interviews ein paar Jahre später tatsächlich erfüllen sollte. Denn da bekam ich dann tatsächlich die Chance, Stars zu treffen

Es ist eine kleine Kunst, seine Ziele zu visualisieren und sich das erfolgreiche Ergebnis bereits ganz klar vorzustellen. Menschen mit einem breiten Spektrum an Fantasie, die mitunter "Träumer" genannt werden, tun sich da wohl etwas leichter. 

Es genügt jedoch nicht, den Erfolg, den erfüllten Traum, bereits vor sich zu sehen. Ich muss ihn auch bereits vorher fühlen können! 

Als ich meinem Kameraden Roland von meinem frei erfundenen Treffen mit Sophie Marceau erzählte, war ich ganz aufgeregt. Bei meiner Erzählung bekam ich vor lauter Freude die Gänsehaut. Ich war wirklich tief bewegt. Offenbar machte ich meinem Körper und meiner Seele damit glaubhaft, dass diese Begegnung mit Sophie Marceau tatsächlich stattgefunden hatte – und dafür war ich wirklich dankbar. 

Bestimmt kennen Sie Weisheiten wie etwa: "Wünsche können Berge versetzen", "Das, was du ausstrahlst, kommt auch zu dir" oder: "Du wirst mehr von dem bekommen, wofür du wirklich dankbar bist". 

Als ich von meinem erfundenen Treffen mit dem Filmstar erzählte, verspürte ich ein unglaubliches Glücksgefühl. Da dieses Gefühl echt – und nicht erlogen – war, habe ich es auch ausgestrahlt. 

Möglicherweise kennen Sie Ratgeber, in denen behauptet wird, dass einem das Universum ganz gerne Wünsche erfüllt, sofern die Wünsche aus tiefstem Herzen kommen und wahrhaft aufrichtig sind. Da ist von Bahnen oder Frequenzen die Rede, die du mit deinem Wunsch ebnen bzw. freilegen kannst. Dadurch, dass du durch deinen Wunsch die Bahn freilegest, kann die Wunscherfüllung den Weg zu dir finden, heißt es. 

Bestimmt kennen Sie Sätze wie etwa: "So, wie Sie einen Gedanken hegen, ziehen Sie gleiche Gedanken an. Ihre gegenwärtigen Gedanken erschaffen Ihr künftiges Leben. Woran Sie am häufigsten denken und worauf Sie sich besonders intensiv konzentrieren, wird zu Ihrem Leben werden. Ihre Gedanken werden Dinge." Und so weiter …

Viele Menschen glauben trotzdem nicht daran. Die bezeichnen das als "Unfug". Aber auch das ist okay. Schließlich soll doch jeder das glauben, was er will – solange es nicht auf Kosten anderer geht. 

Aber ist es denn nicht schade, dass manche Personen nicht einmal versuchen, an irgendetwas zu glauben?

Denn, wenn sie nicht einmal versuchen, an irgendetwas zu glauben, wie wollen diese Menschen dann wissen, ob es ihnen dadurch denn nicht (noch) besser gehen würde?

Leider ist es so, dass oft erst dann begonnen wird zu glauben, zu hoffen oder zu beten, wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, wenn es einem wirklich schlecht geht, zum Beispiel, weil etwas wirklich Furchtbares passiert ist. Dann erhofft man sich plötzlich Kraft aus dem Glauben… 
Warum eigentlich erst dann…? 

Warum macht man sich diese positive, diese starke Kraft des Glaubens, nicht schon früher zu Nutze? 

Man muss ja nicht immer an Gott glauben. Viele glauben an die Kraft eines Steines. Und immer mehr Menschen glauben an sich selbst! 

Waltraut Haas 

Jedenfalls habe ich an meine Visionen felsenfest geglaubt: Im Jahre 1960 wurde der Spielfilm "Im weißen Rössl" gedreht. Das ist bis heute eine der erfolgreichsten musikalischen Komödien im gesamten deutschsprachigen Raum. 

In den Hauptrollen waren die österreichischen Schauspieler Peter Alexander und Waltraut Haas zu sehen. 

Dieser Film wurde acht Jahre vor meiner Geburt gedreht.

Doch bereits als Kind habe ich mich in die weibliche Hauptdarstellerin, Waltraut Haas, verliebt. 
Sie: Jahrgang 1927. 
Ich: Jahrgang 1968. 
Ganz klar, dass Waltraut Haas eine der ersten Persönlichkeiten war, die ich später als Journalist interviewen sollte… 

Schließlich ging es so weit, dass mich Waltraut Haas zu sich nach Hause zum Mittagessen einlud. Und mir in ihrem Wohnzimmer vorsang. 

Die über 40 Jahre ältere Filmlegende und ich wurden zu "Du-Freunden". 

Doch das war mir offenbar immer noch nicht genug.

Denn seit meiner Jugend wollte ich, mit ihr zusammen, unbedingt auch auf der Bühne stehen! 

Die Szenerie für unseren gemeinsamen Showauftritt hatte ich längst im Kopf: In meinen Tagträumen stand zunächst ich alleine auf der Bühne. Der Scheinwerfer ist auf mich gerichtet. Stolz kündige ich dem Publikum meinen Stargast an: die Filmlegende Waltraut Haas!

Dann kommt sie auf die Bühne, wir plaudern miteinander und dann singen wir, Hand in Hand, gemeinsam das Lied "Im weißen Rössl am Wolfgangsee", das sie im oben erwähnten Spielfilm mit Peter Alexander sang. 

Das bedeutet: Ich sah mich bereits mit Waltraut Haas auf der Show-Bühne stehen, noch ehe es so weit war.

Und auch da überkam mich – ähnlich wie bei Sophie Marceau – ein unglaubliches Glücksgefühl. 

Am Abend des 4. Oktober 2012 wurde mein Tagtraum Wirklichkeit. Der Bühnenauftritt von Waltraut Haas und mir im Wiener Gloriatheater lief im Wesentlichen genauso ab, wie ich ihn mir in meinen Tagträumen jahrelang vorgestellt und herbeigesehnt hatte. 

Bei unserem Aufritt war ich genauso glücklich wie in meinen Tagträumen. Die Vorfreude hat mich genauso glücklich gemacht hat, wie das Eintreten des Glücksfalls selbst! 

Manche meinen sogar, die Vorfreude sei die schönste Freude überhaupt. Das kann schon stimmen, nicht wahr?

Man denke nur an Weihnachten und an Vorfreuden kleiner Kinder… 

Warum schaffen wir uns denn nicht mehr "Visionen" und Vorfreuden...?

Zum Inhaltsverzeichnis dieser Serie zum Thema "Glücklich und erfolgreich werden" (von Gerald Vukits) gelangen Sie direkt über unsere Einstiegsseite.