Vorwort

Als ich – übrigens ein paar Jahre vor E.T. – auf diesem Planeten Erde ankam, wollte ich nur eines, nämlich:

Glücklich und erfolgreich werden! 

Doch dann kam gleich mein erster Schrei. – Wohl ein Schrei der Ungeduld und inneren Verzweiflung. Denn irgendein Bedürfnis erachtete ich – nicht einmal noch richtig gelandet... – als tendenziell eher unbefriedigt.

Auch habe ich sofort geweint, gebrüllt und war geradezu hysterisch. 
Lang. 
Laut! 
Entsetzlich. 

– Was mir alles irgendwie signalisierte: "So ganz einfach und salopp wird das wohl nicht werden mit ,Glücklich und erfolgreich werden', hier, auf Erden." 

Ich sollte ziemlich recht behalten. 

Relativ hässlich war ich damals; dieser nackte, schreiende, verschmierte, an der Nabelschnur baumelnde Säugling, dessen Bedürfnisse und Erwartungshaltungen offenbar gleich einmal viel zu hoch angesetzt waren. (Einige dieser Eigenschaften habe ich mir bis heute konsequent bewahrt…) 

Was konnte ich mir da schon erwarten – mit diesem Aussehen, mit diesen Voraussetzungen: Klein. Nackt. Verschmiert. Baumelnd. Dumm? 

Und dann gleich Bedürfnisse haben? Wünsche hegen? Forderungen stellen…? 

Wie ich später erfuhr, hatte ich damals, als soeben auf die Welt Gekommener, einfach nur Hunger. Geschrien und gebrüllt hätte ich allerdings gar nicht so lange, wie es mir vorkam, da mich meine Mutter ohnehin gleich stillte. 
Offenbar war mein Zeitgefühl damals noch nicht vollends ausgeprägt. 

Aber intelligent war ich bereits. 
Ja. 
Ich war ein ausgesprochen intelligenter Säugling! 
Denn binnen kürzester Zeit checkte ich: "Wenn ich etwas haben will, dann muss ich nur weinen und schreien. Wenn ich etwas nicht gleich bekomme, so muss ich meine Lautstärke eben nachjustieren." 
Schließlich waren fast alle Menschen rund um mich herum wesentlich älter als ich. Und im Alter kann es schon mal vorkommen, dass das Gehör punktuell nachlässt. 

Relativ bald habe ich eine weitere ungemein wichtige Erfahrung für mein Leben gemacht. Nämlich die, dass sich praktisch alle Menschen freuen, wenn sie mich sehen. 
Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel,… - alle strahlten mich an und wollten mich küssen und streicheln. 

Jetzt war ich ja auch nicht mehr so hässlich wie bei meiner Landung. 
Mittlerweile wurde ich mehrmals abgespült und praktisch alle Körperteile wurden vorsichtshalber bedeckt. Sogar eine Haube setzte man mir auf, damals, im Hochsommer.

Einige, die mich zum ersten Mal in ihrem Leben sahen, sind zusammengezuckt, haben sich weggedreht und angefangen zu weinen. Offenbar waren sie berührt, wenn nicht gar überwältigt von diesem Anblick. 

Und so viele Geschenke bekam ich! Also, ich sage Ihnen…: Alle, die mich besuchten, brachten etwas mit. Einige schmissen ihre Gaben nur ins Zimmer rein und rannten gleich wieder weg. Diese Boten wollten mein Tun und Denken eben nicht stören. 

Jedenfalls ließen alle Lakaien keinen Zweifel daran, dass ich von nun an ihr König war. Ein König in seiner feinen Wiege – mit ziemlich viel Gesinde rundherum: Köchin, Vorkosterin, Fütterin, Wäscherin, Dienstboten, Gute-Nacht-Lied-Sänger, Seelentröster,… herrlich! 

So wie sich die Sache damals anfühlte, musste mir, dem kleinen Herrscher in Windelhosen, einfach ein großes, erfülltes und reiches Leben bevorstehen. – Ein Leben im Überfluss, das ich mit bloßem Fingerschnippen willkürlich steuern könnte. – Irgendwann wahrscheinlich auch durch meine bloße Gedankenkraft.

Zum Inhaltsverzeichnis dieser Serie zum Thema "Glücklich und erfolgreich werden" (von Gerald Vukits) gelangen Sie direkt über unsere Einstiegsseite.


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