Lotte Tobisch: "Ich war eine Fehlbesetzung"

Lotte Tobisch in ihrem Wohnzimmer
Bild: © Gerald Vukits

2019 starb die legendäre Opernball-Lady Lotte Tobisch 93-jährig. In meinem letzten Interview mit ihr meinte sie über ihre große Zeit als Organisatorin des Wiener Opernballs (von 1981 bis 1996):

"Ich war eine Fehlbesetzung. Ich tanze um nichts in der Welt Wiener Walzer, weil mir beim Drehen übel wird. Und ich trinke keinen Alkohol, außer ein Stamperl Slibowitz oder Wodka, wenn ich zu viel gegessen habe. Oder einen Magenbitter. Abgesehen davon, hasse ich Partys."

Lotte Tobisch weiter:

"Mein Tipp für Smalltalk: ,Reden, reden, Unsinn reden und dann so rasch wie möglich weg.' Das hat mir schon meine Oma gesagt, und daran hat sich nichts geändert. Es ist noch immer genauso schrecklich... Auch in meiner Opernballzeit habe ich zuerst gesagt: ,Was soll ich mit der Gesellschaft anfangen...?' Aber die Inszenierung des Opernballs hat mir gefallen, meine weitgehende Autonomie. Und meine Rolle, eine Art Maria-Theresia. Bei mir war es gewissermaßen ein Ein-Mann-Betrieb mit einer Sekretärin und einer Pressedame (…) Allerdings war eines der klügsten Dinge meines Lebens, dass ich letztendlich gesagt habe: ,Jetzt ist Schluss!' Man muss eben wissen, wann etwas aus ist..."

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