Senta Berger zum Thema Flüchtlinge

Als der Film "Willkommen bei den Hartmanns" in die Kinos kam, äußerte sich Senta Berger über Flüchtlinge. Hier lesen Sie einen Auszug aus meinem Interview mit der damals 75jährigen Schauspielerin.

Frau Berger, wie ist Ihre Meinung in der Flüchtlings-Debatte: "Herzlich willkommen" oder "Grenzen dicht!"?

Senta Berger: "Das ist eine Schwarz-Weiß Frage. Wir müssen sehen, wie sich die Situation in den Kriegsländern und dazu gehören sicher auch die afrikanischen Länder, entwickeln. Dort, am Ursprung des Elends, müssten wir ansetzen. Das sagen wir schon seit mindesten 30, 40 Jahren. Und wenn das nun langsam anläuft, ein Programm der Arbeitsbeschaffung in Afrika zum Beispiel, wird es lange, lange dauern, bis es greift. In der Zwischenzeit werden wir Schritt für Schritt, Tag für Tag Entscheidungen treffen müssen. Ich sorge mich, weil ich denke, dass wir nur bis zu einem gewissen Maß Menschen integrieren können. Deshalb müssen wir jetzt vernünftig sein und festlegen, dass jeder, der zu uns kommt, sich auch an unsere Gesetze hält – unabhängig von praktizierter Religion, Biografien und der individuellen Vergangenheit."

Wann würden Sie Flüchtlinge in Ihrem Privathaus aufnehmen?

Berger: "Für eine Flüchtlingsfamilie, für einen Flüchtling muss man zuallererst Zeit haben. Für ihn, für sie da sein. Ihn begleiten, ihn einweisen in unsere Gesellschaft, ihm zuhören, mit ihm, für ihn entscheiden können. Das alles geht nur, wenn einer in der Gastfamilie ein geregeltes Leben führt."

"Momente mit Promis" (Inhaltsverzeichnis)

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