Christine Kaufmann: Das war ihre Lebensphilosophie... 

Die deutsch-österreichische Schauspielerin Christine Kaufmann starb am 28. März 2017 an den Folgen einer Leukämie-Erkrankung in einem Münchner Krankenhaus. 72 Jahre wurde sie, die Ex-Frau von Filmlegende Tony Curtis, alt.

Jahrelang gab sie (literarische) Tipps zum Thema Lebenslust. Einmal sagte sie mir: 

"Frauen in den besten Jahren rate ich: ,Geduldig sein, ja – aber nichts erdulden.' Auch ich habe früher Dinge erduldet, die einfach nicht zu erdulden sind, weil sie mir die Zeit stehlen. Ich glaube, eine schwierige Situation etwa innerhalb der Familie, lässt sich nur dann verbessern, wenn man gewisse Dinge einfach zur Sprache bringt. Da gibt es einen Witz: ,Warum verstehen sich Großeltern und ihre Enkelkinder so gut? Antwort: Weil sie die gleichen Feinde haben – die Eltern!' Ich kenne viele attraktive Großmütter, die von ihren Töchtern häufig als Feind betrachtet werden. Es gibt ganz wenige Töchter, die sich freuen, wenn sie von einem Fremden hören: ,Was denn? Das ist ihre Mutter? Sieht aus, wie Ihre Schwester...' Eigentlich habe ich mich immer gewundert, dass mich meine beiden Töchter beim Schlafen nicht mit dem Kissen erstickt haben", schmunzelte die Künstlerin, die bereits im Alter von 9 Jahren als "Rosen-Resli" zum Filmstar wurde und mit 18 die Hollywood-Legende Tony Curtis heiratete, dem sie zwei Töchter schenkte. 

Christine Kaufmann wurde auch noch als knapp 70-jährige als "heißer Ofen" bezeichnet. Ob sie sich tatsächlich so fühle, fragte ich sie. 

Kaufmann antwortete: "Ich finde das sehr schmeichelnd, fühle mich aber nicht als ,heißer Ofen'. Ich bin vielleicht eine Eckbank mit Kacheln, die schön warm ist. Aber, ein ,heißer Ofen' bestimmt nicht mehr. Das muss ja auch nicht sein. Das war ich auch lange genug. Im Alter möchte ich lieber Love-Appeal als Sex-Appeal haben. Das reicht mir."

Und weiter: "Beim Kleiderkauf schließe ich meine Augen und verlasse mich auf mein Fingerspitzengefühl – im wahrsten Sinne des Wortes. Ich trage nur Kleidung, die ich auch mit geschlossenen Augen als schön und als angenehm empfinde. Die Haut ist der beste Ratgeber. Die Optik eines Kleidungsstücks verführt häufig zu Fehlkäufen. Dann trägt man das Kleid zum ersten Mal bei einem Fest und merkt, dass es eigentlich zwickt und dass der Rock die Unterhose zeigt", so Kaufmann, die auf  Pilates, Flexi-Bar und Yoga schwor: "Egal, was ich auch gerade tue: Ich nehme mir immer dafür Zeit und versuche es zu genießen. Das Leben besteht aus Augenblicken – genieße sie! Das ist ein Schlüssel zum Glück."

Sie genoss selbst stille, "banale" Momente wie etwa den Mistkübel vors Haus tragen, Bügeln und Kochen. Kaufmann: "Wenn die Hausfrau lernt, das Kochen zu genießen, dann kocht sie gesünder und besser."

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