Elizabeth T. Spira: Ihr Ex-Freund "Krokodil"

Sie war wohl die bekannteste, erfolgreichste, aber auch umstrittenste Fernsehjournalistin Österreichs: Elizabeth T. Spira ("Alltagsgeschichten", "Liebesg’schichten und Heiratssachen"). 

Im Sommer des Jahres 2000 war sie, die selbst mitunter eher recht verschlossen wirkte, bei einem Interview mit mir außergewöhnlich gut gelaunt und offen.

Damals unterhielten wir uns über ihre Männer und ihre Lieben.

Spira verriet mir, dass ein Ex-Freund von ihr den Spitznamen "Krokodil" hatte.

"Warum ,Krokodil'?", wollte ich von ihr wissen.

Da lachte sie herzhaft auf und fragte mich: "Können Sie sich das nicht denken…?"

Ich: "Nein!"

Spira, immer noch lachend: "Na, dann müssen Sie eben noch ein bisserl mehr nachdenken."

Das tat ich dann tatsächlich, in den Tagen darauf, kam aber immer noch nicht drauf, was sie damit gemeint haben könnte.

Schließlich traf ich einen betrunkenen Bekannten des Nächtens bei einem Würstelstand. Wir kamen auf Spiras Fernsehsendungen zu sprechen, und ich erwähnte, dass Spiras Ex-Freund den Spitznamen "Krokodil" verpasst bekam. "Weißt du, warum das so sein könnte?", wollte ich von meinem Bekannten wissen.

Da lachte er auf, sodass ihm sein soeben eingenommener Schluck Weißwein sogar aus den Nasenlöchern herausschoss, und er sagte wort-wörtlich: "A Krokodü hot a große Papp’n und an langen Schwaunz... Ka Ahnung, wos di mant…"

Diese Anekdote ist eigentlich etwas außerhalb meiner niveaumäßigen Bandbreite. – Weglassen wollte ich sie allerdings auch nicht. 
Wie sagte einmal der österreichische Kabarettist Alexander Bisenz? „Der Schmäh heiligt die Mittel…"

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Einmal verriet mir Elizabeth T. Spira sogar Beziehungs-Tricks, die sie selbst mal angewandt hatte. 

Sie sagte: "Wenn man mit jemandem zusammen ist und merkt: ,Halt, da gibt es eine Nebenbuhlerin' – da muss man agieren! Da muss man sich die Nebenbuhlerin ganz genau anschauen, und ihr Umfeld muss anfangen, einen zu bewundern! In dieses Umfeld muss man hinein, dort strahlen und brillant sein! Dann wird die andere nämlich schwächer, uninteressanter und: Sie macht Fehler! Das muss so weit gehen, dass die Freunde der Nebenbuhlerin sagen: ,Ach, was hat der doch für eine interessante Frau – was will der Trottel eigentlich mit der anderen?' So etwas möchte natürlich kein Mann hören. Alle Männer sind eitel, also kommt er wieder zurück. Meistens halt... Und meistens ist diese Person, diese Nebenbuhlerin, ja im unmittelbaren Umfeld. Man merkt es doch, wenn der Partner plötzlich eine andere Sprache spricht. Wenn er auf einmal Worte und Formulierungen verwendet, die für eine andere Person typisch sind. Man muss nur genau zuhören können! Und wenn sich die Sprache des Partners verändert, dann sollten eigentlich die Alarmglocken läuten …"

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Im Juni 2016 führte ich mein letztes Interview mit Frau Dr. Spira. Es war – aus gegebenem Anlass – zum Teil relativ politisch, doch hatte Frau Dr. Spira, für meinen Geschmack, im Nachhinein etwas zu viele Änderungswünsche, ehe der Text zur Veröffentlichung freigegeben wurde. 

Ich habe mich damals ziemlich geärgert, zumal sich Elizabeth T. Spira bei Interviews, die sie selbst führte – ich erinnere nur an ihre ORF-"Alltagsgeschichten" – wohl eher nichts dreinreden ließ.

2019 starb sie 76-jährig.

"Momente mit Promis" (Inhaltsverzeichnis)


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