< Glück, Liebe und Erfolg

Die Stadien der Selbstfindung

Wer bin ich? Was will ich wirklich?

Ich führe hier sieben Stadien der Selbstfindung im Leben an...

Stadium 1

Im ersten Stadium lebt man über weite Strecken – 30, 40, 50, 60, 70, … Jahre lang – das Leben anderer und nach deren Vorstellungen. 

Man handelt so, wie es einem im Kindergarten, in der Schule, im Berufsleben, in der Kirche, in der Familie, in Partnerschaften, von politischen Parteien, in Vereinen oder anderen sogenannten "Gemeinschaften" (Gemeinschaften können ganz schön gemein sein…) etc. "gelehrt" wurde. – Und zwar großteils von Laien in Sachen Lebensführung.

Ängste, falsche Vorstellungen und Vorurteile werden auf die Welt projiziert. 

Doch noch kann nichts so recht hinterfragt werden bzw. wird nichts hinterfragt. 

Man denkt sich: "Alles okay. Alles ist normal so." Man nimmt sich auch gar nicht die Zeit, um nachzudenken und um zu hinterfragen, weil man ja (noch) keinen Grund erkennt.

Außerdem möchte man geliebt und geachtet werden. Also integriert man sich und lebt so wie die anderen im Umfeld. – So wie die Laien-Lehrer eben. 

Stadium 2

Im zweiten Stadium beginnt man zu zweifeln und somit zu hinterfragen, weil man spürt, dass irgendetwas nicht stimmt. Oft macht sich bereits in diesem Stadium eine innere Unruhe oder nachhaltige Unzufriedenheit breit.

Vieles erscheint als sinnlos

Diese Gefangenschaft in Alltagsgewohnheiten, in der täglichen Routine im "Hamsterrad" kann sehr lange dauern. Etwa aus Angst vor Veränderungen.

Stadium 3

Man fasst sich ein Herz und "veröffentlicht" seine "Zweifel am System"; an der Sinnhaftigkeit des Systems, indem man sich nahestehenden Personen wie etwa Familienmitgliedern, Freunden oder guten Kollegen mitteilt. 

Das Risiko ist hoch, dass man nun abermals auf Laien in Sachen Lebensführung, persönliches Wachstum, Glücklichsein und Erfolg trifft. 

Die logische Folge dessen ist: Man bekommt völlig falsche und widersprüchliche "Ratschläge" oder die eigenen Empfindungen werden mit Feststellungen wie etwa "Du bist doch verrückt!" oder "Weißt du eigentlich wie gut es dir geht?" zurückgewiesen. 

Man riskiert den Partei- oder Vereinsausschluss bzw. die Entlassung seitens des Systems. Hat man Glück, wird man tatsächlich ausgeschlossen. 

Das System, die Konventionen mögen sich – aus reinem Selbsterhaltungstrieb  denken: "Bevor der Zweifler unser System und unsere gesellschaftlichen Normen bricht, brechen wir den Zweifler!"

Somit erreichen viele Zweifler das nächste Stadium erst gar nicht. Sie resignieren bzw. fallen in das zweite Stadium zurück, das nun aber noch schmerzvoller zu ertragen ist als je zuvor. 

Eine Rückkehr in das allererste "normale" Stadium, in dem man die offenbar sorgenfreien Leben der anderen lebte, gibt es nun "leider" nicht mehr. Dorothy Allison meinte: "Ich würde eher nackt gehen, als den Mantel anziehen, den die Welt für mich gemacht hat."

Stadium 4

Der mutige Schritt, der von innerer Stärke zeugt! Im vierten Stadium will und muss man einfach auf Sinnsuche, auf Selbstfindung gehen. Der dahingehende innere Antrieb ist nicht mehr zu stoppen. Es scheint, als ob es anders nicht mehr gehen würde. 

Also fasst man sich ein Herz, packt sich am eigenen Schopf und sucht sich Lehrer wie zum Beispiel einen Psychologen, Psychiater, Motivations-Coach oder man schmökert in Lebenshilfebüchern und besucht Vorträge zum Thema Glücklichsein und so weiter. 

Wenn man Glück hat, findet man nach einer Weile den für sich Richtigen bzw. die oder das für einen Richtige. 

Die Lehrerin, der Lehrer bzw. das Lebenshilfe-Lehrbuch muss nämlich die Sprache sprechen, die der Suchende gerade jetzt versteht! So einen Menschen oder solch ein "tagesverfassungsaktuelles" Buch unter Tausenden zu finden, zählt wohl zu den größten Herausforderungen des Lebens! Wer so einen Glückstreffer landet und fündig wird, darf sich wahrlich glücklich schätzen.

Stadium 5

Die in sich selbst reisende Person auf Sinnsuche weiß sehr bald, dass sie nicht nur zuhören oder lesen darf. Sie muss das ihr Zugetragene studieren und verinnerlichen!

Beim Buchlesen wird sie Wichtiges unterstreichen und wahrscheinlich ganze Absätze und Buchseiten dick markieren. Großartiges, auf einen selbst Zutreffendes, wird mehrmals ganz genau gelesen werden. 

Selbst-Erkenntnisse mögen zwar zum Teil äußerst schmerzhaft sein, sie sind aber der erste Schritt zur Größe! Nach und nach fühlt man sich endlich besser und kommt drauf: "Ginge ich diesen Weg ohne ,Lehrer', bräuchte ich dafür 100 Jahre."

Stadium 6

In diesem Stadium wird Gelesenes, Gehörtes und Gesehenes – sofern es einem als nützlich erscheint – in das eigene Leben, in den Alltag, bewusst integriert. Bewusst deshalb, weil man sich noch sehr konzentrieren muss, um sein neues Leben mit all' den neuen, letztendlich selbst auserwählten Denkmustern, Weisheiten und Übungen zu führen. 

Die bzw. der Studierende weiß, dass sie bzw. er in der Praxis jederzeit wieder in alte Gewohnheiten und Denkmuster zurückfallen kann und tatsächlich auch zurückfällt. 

Da dies jetzt aber oft sofort erkannt wird, ist es ein eher leichtes Spiel, wieder auf den Pfad der Weisheit zurückzukehren. – Ein Spiel, das immer mehr Menschen auf der Welt Glück und Freude bereitet. - Auch ihren Begegnungen… 

In diesem Stadium ist – ähnlich wie bei einem Spitzensportler – äußerste Disziplin gefragt. Anderenfalls können "Selbstbestrafungen" in Erwägung gezogen werden. Es heißt: Mönche im Himalaya-Hochgebirge stellen sich schon bei kleinen disziplinären Verfehlungen unter einen eiskalten Wasserfall – und zwar solange, bis sie sich selbst nicht mehr spüren...

Sollte Ihnen der Weg dorthin zu weit und die beschriebene Strafform doch etwas zu heftig sein, so könnten Sie Ihre Partnerin oder Ihren Partner augenzwinkernd um ein, zwei "Peitschenhiebe" in der Art von "Fifty Shades of Grey" bitten. 
Jetzt werde ich sarkastisch… 

Aber es soll ja geschmunzelt und gelacht werden am Pfad der Selbstfindung! Es soll getanzt und gesungen werden. Bewegung! Hinaus in die Natur! Spielen! Gut, gesund essen! Massieren lassen! Zurück zu Ihrer Ursprünglichkeit und Natürlichkeit! 

Allerdings mit Disziplin und Konsequenz! Das ist auch bei Reisen ins Ich ganz wichtig. Also nicht nur einmal im Jahr spazieren gehen, sondern am besten täglich! Aber bitte fragen Sie zuerst Ihren Arzt, ob Ihnen das eh nicht schaden würde...

Stadium 7

Im siebenten Stadium automatisieren sich die Trainingsprozesse allmählich. Es ist ähnlich wie beim Erlernen des Radfahrens: Zu Beginn muss man sich noch auf Dinge wie Balance und Koordination konzentrieren, nur um nicht vom Rad zu kippen. Doch nach einiger Zeit läuft alles "automatisch", und man kann am Fahrrad das Eigentliche genießen: die Natur, die körperliche Ertüchtigung, den Spaß an der Sache… 

Im Unterschied zum Radfahren müssen jene, die sich selbst gesucht und weitgehend gefunden haben, konsequent weitertrainieren, damit sie sich im Alltag nicht wieder verlieren… – Beziehungsweise um noch besser, noch wertvoller und noch erfüllter zu werden. Denn in dieser Hinsicht gibt es ganz bestimmt keine Grenzen.

"Glück, Liebe und Erfolg" (Überblick)

powered by contentmanager.cc