Albert Hammond: "One Moment in Time" … Er hat rund 360 Millionen Tonträger verkauft

Albert Hammond
Bild: © Gerald Vukits

Im Jahre 2014 hatte ich erstmals die große Ehre, Albert Hammond gegenüber zu sitzen. Er ist der "Vater" zahlreicher Evergreens. Normalweise sind die "Mütter" bzw. die "Väter" von weltberühmten Liedern, die Komponisten und Lied-Texter, ziemlich unbekannt und scheuen das Rampenlicht. 

Dabei sind es gerade sie, die diese Lieder erschaffen haben und deren Kreativität, Fantasie und Liebe diese Songs überhaupt erst entsprungen sind. Es sind einmalige Lieder, bei denen wir uns verliebt haben, bei denen wir womöglich gar Kinder gezeugt haben, oder bei denen wir andere, unvergessliche, wunderschöne Stunden verbracht haben. 

Der Brite Albert Hammond, der in Gibraltar aufwuchs, ist einer dieser genialen Schöpfer! Es heißt: Alle zwei Minuten wird irgendwo auf der Welt ein Lied von ihm in Radio gespielt!

Albert Hammond komponierte Welthits wie "One Moment In Time", den die unvergessliche Whitney Houston sang. Auch "When I Need you" hat Hammond komponiert. Und "To All The Girls I’ve Loved Before", das als Duett von Julio Iglesias und Willie Nelson weltberühmt wurde. 

Albert Hammond selbst singt nach wie vor seine eigenen Hits wie etwa auch "Little Arrows", "It Never Rains In Southern California", "The Free Electric Band" und "Down By The River".

Unfassbare rund 360 Millionen Tonträger hat dieser wohl äußerst wohlhabende Mann weltweit verkauft, dem ich nun in Wien erstmals gegenüber sitzen durfte. Dabei lernte ich eine überaus natürlich gebliebene, bescheiden wirkende Persönlichkeit kennen. – Eigenschaften, die zahlreiche Berühmtheiten auszeichnen.

Lesen Sie hier einen Gesprächsauszug:

Herr Hammond, Sie sind nicht so berühmt, wie jene Stars, für die Sie komponiert haben. Stört Sie das?

Albert Hammond: "Nein, damit habe ich kein Problem! Ich kann ein normales Leben führen und überall hingehen, zum Beispiel im Supermarkt einkaufen oder in ein Restaurant, ohne gleich bestürmt zu werden. Ruhm mag ich nicht! Liebe, Freundschaft und Ehrlichkeit sind mir wichtiger. Stars sind im Himmel. Ich bin eine normale Person und möchte meine Füße stets am Boden haben."

Was fühlen Sie, wenn Sie Ihre eigenen Songs hören?

Hammond: „Wenn ich einen meiner Songs im Supermarkt höre, berührt es mich – doch ich gehe aus dem Supermarkt hinaus! Es wäre mir peinlich, wenn mich darauf jemand ansprechen würde. Abseits der Bühne stehe ich nicht gerne im Mittelpunkt. Erst wenn das Lied aus ist, gehe ich wieder in den Supermarkt zurück (lacht)…"

Stimmt es, dass Sie beim Komponieren niemals ans Geld denken?

Hammond: "Ich denke überhaupt nie ans Geld! Wir brauchen Geld zum Leben, ja. Aber Geld macht mich nicht glücklich. Wenn ich auf Tour bin, gehe ich in kein 5-Sterne-Hotel. Ich reise im selben Van wie meine Musiker. Und ich trage meine Koffer und meine Gitarre selbst. Das habe ich immer so gemacht … Beim Komponieren denke ich an jene Menschen, die meine Lieder fröhlich und glücklich machen. Es gibt nichts besseres, als, wenn du am Morgen mit einem Lächeln aufwachst, und es scheint die Sonne. Und wenn es draußen regnet, sollte in dir trotzdem die Sonne scheinen. Mein Grundgefühl ist: Ich liebe das Leben!"

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Mein Interview mit Albert Hammond war total super-locker. Anders kann ich es einfach nicht bezeichnen. 

Als Albert Hammond betonte, dass er sich hier, in meiner Heimatstadt Wien, im Unterschied zu London etwa, auf der Straße sehr sicher fühle und bei seinem nächtlichen Spaziergang in der vergangenen Nacht in der Wiener Innenstadt, keinen einzigen Betrunkenen sah, antwortete ich ihm augenzwinkernd:
"Die haben wahrscheinlich alle schon geschlafen..."
Er lachte.

Und als ich ihm meine peinliche Engelbert-Anekdote (Stichwort: Schnauzbart) erzählte, meinte Albert Hammond: "Der Engelbert, den ich sehr gut kenne und der ein ganz ein Lieber ist, hat dich sicher verstanden. Er hat nur so getan, als ob nicht. Bei meinem nächsten Treffen mit ihm, werde ich ihn jedenfalls darauf ansprechen…"
Und wieder lachte er.

Als ich mich verabschiedet hatte, deutete Albert Hammond auf mich und sagte zu seinem Manager: "Er sieht irgendwie aus wie der junge Herb Alpert…"

Nachdem ich die Türe hinter mir zumachte, zückte ich mein Handy und googelte in der Google-Bildersuche natürlich sofort den Begriff "Herb Alpert". Schließlich wollte ich doch gleich wissen, ob ich von Albert Hammond soeben beleidigt wurde. Doch, durch das Ergebnis der Google-Bildersuche fühle ich mich nach wie vor sehr geschmeichelt…

Kurz darauf besuchten meine Ehefrau Veronika und ich ein Livekonzert von Albert Hammond: Über zwei Stunden ohne Pause. Ausschließlich Hits, die er selbst komponiert hatte! In der Show scherzte er: "Viele Leute sagen über Albert Hammond: ,Der ist ganz okay – aber er covert so viel …'"
Und jetzt lachten alle seine Fans...

Albert Hammond, Gerald Vukits

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