Der Keller

Binnen zwei (!) Tagen wurden die Keller-Außenwände gemauert. Das Ganze funktioniert in etwa wie "Lego". 
Natürlich etwas teurer, und ganz bestimmt kein Kinderspiel.

Angesichts des nun entstehenden Kellers kann ich mir unter unserem neuen Heim jedenfalls schon etwas vorstellen. Die Theorie weicht der Praxis. Der Bauplan wird lebendig. Der Kontostand des Darlehens schmilzt dahin. 
So wollte ich es schon immer.

Den "Chef-Bauarbeiter" im Keller habe ich heute gefragt, was ich ihm und seinen fleißigen Mannen denn beim nächsten Mal mitbringen und sozusagen "in die Grube hinunterwerfen" darf.
Ich dachte eher an eine launige Bestellung in der Art von: "Drei Kisten Bier, vier Stangen Zigaretten – und eine brasilianische Bauchtänzerin noch dazu!"

Nach anfänglichem Zögern wurden von mir allerdings lediglich "ein Pfirsich-Eistee und Wurstsemmeln, Herr Bauherr" – erbeten.

Ich zuckte zusammen.
"Herr Bauherr"...???
Das hat zu mir noch nie jemand gesagt.
Klingt aber ganz gut.
"Herr Doktor" oder "Herr Bundespräsident" könnte nicht besser klingen – jedenfalls in der gegenwärtigen Situation.

Aber ... – wie werden die Bauarbeiter beim nächsten Mal bloß meine Gattin ansprechen
Ich bin auf der Baustelle der "Bauherr"!
Also ist meine Gattin die – "Trümmerfrau" …?

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