Der Aushub

Mit unserem alten Auto bogen meine Frau und ich nun in jene Straße ein, die zu unserem Grundstück führt. Doch da war jetzt kein Acker mehr – sondern: Da war plötzlich eine richtige Baugrube!
Waoh!
Wahnsinn!
Und das mir...!
Vor lauter Freude, vor lauter Rührung, hatte ich (Sternzeichen Krebs) Tränen in den Augen.

Meine Frau nicht.
Sie ist ein Steinbock.

Zwei Arbeiter taten auf unserem Grundstück, auf der Baustelle, ihr Bestes. Der eine baggerte mit einem alten Bagger (der sich wahrscheinlich schon hundert Mal gerechnet hat) die Baugrube aus. Der andere Arbeiter schob die ausgehobene Erde auf einen Haufen zusammen. Ich freute mich ungemein, dass die beiden bei ihren Grabungsarbeiten auf keine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg stießen.

Wirklich erstaunt war ich allerdings erst, dass jener Herr, der die Grube aushob, mit seinem Bagger nicht in ebendiese hinunterkippte. Mitunter war er wirklich knapp dran am Loch. Und zwar so knapp, sodass ich lieber gleich wieder abreiste, als weiterhin zuzuschauen.

Ja, bitte, was mach‘ ich denn, wenn der mit seinem Bagger (Gott behüte) kopfüber in die drei Meter tiefe Baugrube fällt?
Mir wird ja schon schlecht, wenn mich eine Gelse sticht!

Für die Aushub-Arbeiten müssen wir zwar nicht besonders viel bezahlen (weil wir ja ach so gut verhandelt haben ...) – aber auch nicht besonders wenig.
Kurzum: Sollte ich noch einmal bauen müssen, würde ich in diesem Punkt doch noch etwas nachverhandeln. Denn: Zwei Arbeiter haben für den Aushub exakt zwei Werktage gebraucht...

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