Hausbau-Tagebuch

Es soll ein Ziegelmassivhaus sein

"Welches der beiden Kinderzimmer würdest du denn gerne haben?", fragte ich meine Vierjährige im Musterhaus. 
"Das rechte!", antwortete sie wie aus der Pistole geschossen. 
"Warum denn das rechte?", fragte ich, und sie antwortete: 
"Weil da ein Regenschirm drinnen steht ..."
Wir durchleben eben gerade die „Mary-Poppins-Phase“ ...
Gott sei Dank wählte meine Sechsjährige zur selben Zeit das linke Zimmer als ihre ganz persönliche Ideal-Location unseres neuen Hauses – somit waren die Würfel gefallen.

Jetzt wissen wir endlich, wie wir bauen:

130 Quadratmeter Ziegelmassivhaus, auf zwei Etagen. Voll unterkellert.

Ja, wir waren im Fertigteilhaus-Musterhaus-Park schmökern, aber: Bauen wollen wir nun doch lieber mit Markenziegeln.
Jedes Kinderzimmer ist ungefähr 14,56 Quadratmeter groß. Das Schlafzimmer der Eltern ist gerechterweise etwas kleiner – etwa 11 Quadratmeter. Dafür ist das obere Bad super. Unsere Erkenntnis: Oben sehen die 130-qm-Einfamilienhäuser praktisch alle gleich aus: 3 Zimmer, ein Bad, eine kleine Galerie. Punkt. Aber, achten Sie auf die Höhe des Kniestocks: Ab 1,50 Metern Höhe wird’s wohl ziemlich optimal.

Wir haben – gegen den Willen meiner Frau, „weil es dann im ganzen Haus stinkt“ – eine offene Küche geplant (aus Platzgründen), daneben gleich den Esstisch (aus Weggründen) für sechs bis acht Personen mit Blick in die Küche bzw. in den Garten (je nach Gericht …).
Zwei Badezimmer (eines oben, eines im Erdgeschoss) – weil: eine Frau und zwei heranwachsende Töchter, sowie ein Familienvater, der sich auch weiterhin ganz gerne hie und da waschen möchte. Und zwar ganz ohne "Publikum".

Ein Badezimmer mit "Erlebniswelt-Badewanne" und Dusche im Dachgeschoss für die drei "Mädels". Und ein Badezimmer "nur" mit Dusche (im Erdgeschoss, für den Papa).
Warum zwei Badezimmer?
Nun, angenommen, es ist 6.15 Uhr morgens (also ohnehin schon viel zu spät ...), die Töchter wollen sich für die Schule (und später einmal für die Jungs) frisch machen, die Mama fürs Büro, und der Papa für ... den Spiegel. Spätestens um 6.45 Uhr sollte alles erledigt sein. Das geht sich mit einem einzigen Badezimmer niemals locker aus! Papa braucht in der Früh allein schon mindestens 30 Minuten, bis er die ihm farblich zustehende Zahnbürste findet.
Nicht zu vergessen: Zwei von den Badezimmern abgetrennte WCs mit kleinen Handwaschbecken.

Allerdings ...:
Leider kein Balkon – da für uns zu teuer. – Außerdem: ohnehin Terrasse und Garten.
Leider kein Erker – da für uns zu teuer.
Außerdem: ohnehin große Fenster.
Leider (noch) keinen offenen Kamin – da für uns zu teuer. Es gibt aber ohnehin Kaminfeuer-DVDs für den Fernseher…

Dieser Tage treffen wir unseren Bau-Berater mit dem Preis für unser – belagsfertiges – Haus inklusive Keller. Ich hoffe, uns trifft nicht der Schlag.

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