Hansi Hinterseer: Was kann der Hansi denn dafür, dass er so schön ist …?

Hansi Hinterseer, Gerald Vukits

Im Jahre 1994 trat der Ex-Skistar Hansi Hinterseer zum ersten Mal als Schlagersänger im „Musikantenstadl“ (bei Karl Moik) auf. Hinterseer sang die Hymne: „Du hast mich heut noch nicht geküsst“. Ich war begeistert! Ich sah ihn im Fernsehen singen und dachte sofort: „Will haben!“

Für mein erstes Interview mit Hansi Hinterseer fuhr ich sogar auf eigene Kosten von Wien nach Tirol und danach wieder zurück. Insgesamt rund eintausend Kilometer. Als mich, nach meiner Rückkehr und nach Studium meines gelieferten Beitrags, mein damaliger Chefredakteur mit einem gewissen Unterton fragte: „Hättest du das denn nicht auch telefonisch erledigen können?", antwortete ich: „Nein! Weil dann hätte ich ihn ja nicht live vor mir gesehen …!“

Auf seinem Handy rief ich Hansi Hinterseer erst an, kurz bevor seine allererste Live-Tournee begann. Ich glaube, es waren ungefähr zehn Minuten davor. Es war mir einfach ein Bedürfnis, ihm von ganzem Herzen „Alles Gute" zu wünschen. Und er bedankte sich auch total bärig.

Allerdings konnte ich mir bei unseren ersten Gesprächen einfach nicht den Vornamen seiner Ehefrau merken. Offenbar war ich damals viel zu sehr im Schlagerfach drinnen und sagte immer „Ramona" zu ihr. Das wurde dem Hansi eines Tages zu bunt, und er gab mir den folgenden Tipp: „Pass auf, immer, wenn du an meine Frau denkst, an ihren Namen …, dann denke einfach an Rom! Denn meine Frau heißt Ro-mana und nicht Ra-mona.“

Und so hab‘ ich mir das dann auch tatsächlich gemerkt! Über all‘ die Jahre! Immer dann, wenn ich über Hansi Hinterseers Ehefrau etwas sagen oder schreiben will, denke ich vorher an eine berühmte italienische Stadt. Gelegentlich möchte mich mein Kleinhirn zwar mit gehässigen Querschüssen wie etwa „Mailand", „Venedig" oder gar „Vatikan" überlisten, aber beim dritten Mal Durchlesen komme sogar ich drauf, dass da jetzt irgendetwas nicht stimmen kann.

Im Jahre 2011, bei einem gemütlichen Vier-Augen-Interview in Wien, redete Hansi Hinterseer abermals total lieb. Buchstaben wie das entzückende, harte Tiroler „K" und Wörter wie „bärig" fielen im Stakkato. Diesmal wollte ich ihn mir – wieder einmal – nur ganz genau aus der Nähe anschauen. 
Während er so erzählte – ich meine, die meisten Antworten erahnte ich ohnehin bereits – wollte ich diesmal irgendeinen Makel an ihm finden. Irgendeinen Schönheitsfehler. Wenigstens irgendeine störende blaue Ader im Gesicht. Oder einen ansatzweise gelblichen Zahn. Oder ein hervorstehendes, schlampig rasiertes, Bart- oder Nasenhaar. Ich dachte mir: Es kann doch nicht sein, dass ein in die Jahre gekommener Mann derart perfekt aussieht.

Doch Fehlanzeige! Er hat perfekt ausgesehen.

In meiner Verzweiflung schoss ich hintereinander 27 Fotos von ihm, in der Hoffnung, dass er wenigstens auf einem einzigen nicht extrem fotogen aussehen würde.

Doch ebenfalls Fehlanzeige!

Im Gegenteil: Da er während des Fotografierens direkt unter einer Esstisch-Lampe saß, hatte er auf den Bildern sogar eine Art Heiligenschein...

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