Klaus Maria Brandauer: Ausgerechnet auf ihn wurde vergessen...

Klaus Maria Brandauer

Im James-Bond-Film „Sag niemals nie“ mit Sean Connery als „Geheimagent 007“ ist der österreichische Schauspieler Klaus Maria Brandauer als dessen Gegenspieler Maximilian Largo zu sehen. In „Jenseits von Afrika“ an der Seite von Meryl Streep und Robert Redford. Brandauer ist einer der berühmtesten Schauspieler Österreichs. Er hat allerdings den Ruf, nicht immer ein besonders angenehmer Interviewpartner zu sein.

Er könne bei Interviews sogar richtig böse wirken, habe ich gehört, ehe ich im Jahre 2013 zu meinem ersten Interview mit ihm schritt. Anlass dafür war der Film „Die Auslöschung“, in dem er einen Mann spielte, der an Demenz erkrankt.

Zwar versuchte ich vor dem Gespräch mit Brandauer meine Ängste vor Momenten, in denen er mit bebendem Körper und sich überschlagender Stimme all' seine Wut und all' seinen Zorn auf mich abladen könnte, zu überblenden, aber in diesem Fall wollte mir das einfach nicht gelingen. Ziemlich ehrfürchtig stellte ich Brandauer meine Fragen, höchst vorsichtig, nach dem Motto: „Hoffentlich explodiert er nicht.“

Dennoch wirkte dieser unheimlich charismatische Künstler auf mich nach einiger Zeit etwas gereizt. – Offenbar bewegte sich die eine oder andere meiner Fragen nicht ganz auf seinem Niveau.

Letztendlich – und jetzt kommt das „Beste“ – wurde dieses Interview seitens des von mir belieferten Verlages gar nicht veröffentlicht! Im redaktionellen Stress sei darauf irgendwie vergessen worden, hieß es.

Dafür, dass das Interview mit ihm in der Zeitung nicht erschienen ist, habe ich mich bei Brandauer – obwohl ich nichts dafür konnte – nachher per E-Mail entschuldigt.

Antwortschreiben erhielt ich leider keines.

Aber vielleicht war das ohnehin besser so …

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